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Bremsen

Auf dieser Seite

Alle Angaben und Vorgangsweisen auf dieser Webseite wurden nach besten Wissen und Gewissen, jedoch unter Ausschluss jeglicher Haftung erstellt. Die StVZO ist einzuhalten. Arbeiten an den Bremsen dürfen nur vom Fachmann / Frau mit Fachwissen über Mechanik und Hydraulik von Bremsanlagen durchgeführt werden. Die ausführliche Beschreibung ist ausschliesslich für den Fachmann erstellt!


Bremsflüssigkeit

Bremsflüssigkeit altert, d.h. Wasser aus der Luft mischt sich mit der Bremsflüssigkeit. Der Leo hat ein geschlossenes System, deshalb trifft das Argument hier nur zum Teil zu. Beim Bremsen kann sich die Bremsflüssigkeit auf über 100°C erwärmen; das in der Bremsflüssigkeit eingebundene Wasser kocht; es entstehen Dampfblasen im Bremskolben, und die Bremse versagt. Gas lässt sich im Gegensatz zur Bremsflüssigkeit komprimieren. Mit anderen Worten, es ist plötzlich Luft im Bremssystem, man spürt keinen Widerstand mehr am Bremshebel. Soweit die Theorie


Eine Besonderheit ist bei der Leo250er Bremsanlage auffällig.

Wird der Wechsel der Bremsflüssigkeit unterlassen wandert Luft im geschlossenen System (wie es dazu kommt ?) bis zum hinteren Bremssattel und bremst durch Ausdehnung das Hinterrad. Durch das Bremsen wird der Sattel noch wärmer und die Bremswirkung wird grösser. Nach dem Erkalten über Nacht ist der Spuk meist vergessen und taucht unerwartet erneut auf.
Um dem entgegen zu wirken, die Bremsflüssigkeit jährlich wechseln.

Bremsflüssigkeitswechsel:
Hierfür benötigt man ½ Liter Bremsflüssigkeit DOT 4, einen durchsichtigen PVC-Schlauch Kreuzschraubendreher und 6-9 mm Ringschlüssel.
Der Bremsflüssigkeitswechsel sollte mit dem Wechsel neuer Bremsbeläge einhergehen, denn der Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsgefäss ist abhängig von der Belagstärke! Siehe auch LYS-250 Seite 5.


Bremshebelreparatur  rechts und links ohne Ausbau der Cockpitverkleidung.
Ist der Leo umgefallen und hat sich auf dem Bremshebel abgestützt, muss für ca.40,- Plus Arbeitslohn ein neuer eingebaut werden. Das Richten eines Bremshebels ist wegen Bruchgefahr nicht möglich!!!

Hierfür benötigt man: 10er Gabelschlüssel und schlanken Schraubendreher.Bremshebel

  • Abdeckung des Bremsflüssigkeitsbehälter herausziehen.
  • Gummiabdeckung des Bremshebels beiseite schieben.
    (Abdeckung ist mit Lenker fest verbunden!)
  • Mit Lampe von unten in die Cockpitverkleidung leuchten
    und Klipp vorsichtig mit Schraubendreher aushebeln.
  • 10er Mutter vom Bremshebelbolzen abschrauben.
  • Bremshebelbolzen herausschrauben, dafür Cockpitverkleidung anheben.
  • Bremshebel durch Gummiabdeckung herausziehen.
  • Neuer Bremshebel; Bohrung für bessere Montage von oben ansenken.
  • Bremshebel durch Gummiabdeckung stecken und verschrauben.
  • Bremshebelbolzen mit Mutter kontern.
  • Cockpitverkleidung einklicken.
  • Abdeckungen der Bremsflüssigkeit einbauen / richten.
  • Bremslichtschalterkontrolle: Hierfür Zündung an und Bremshebel anziehen.


Bremsbelagwechsel vorn

Bei 1,8 mm sichtbarem Restbelag, sollte er gewechselt werden, denn eine genau Beurteilung der Belagstärke  ist erst nach dem Ausbau zu ermitteln.
Beläge können schräge und einseitig ablaufen!

Achtung: Bremsbeläge und Bremsscheiben dürfen nur von Fachkräften gewechselt werden, besondere Gefahr!

Gekürzter Auszug aus LYS 250/300

Hierfür benötigen man: Bremsbeläge z.B. von Lukas MCB 557, Cu-Paste / Antiquitschpaste von ATE, Loctite , Steckschlüssel 10 mm, Reinigungspinsel. BremssattelStandrohr

  • Bremssattel vom Gabelholmen abschrauben.
  • Schraube der Bolzensicherung heraus schrauben.
    Schraube sitzen wegen Schraubensicherung sehr fest.
    Unterlage als Gegenlager für Bremssattel besorgen.
    Bremsschlauch sehr steif, nicht verdrehen.
  • Bremskolben über die alten Belägen zurück drücken
  • Haltebolzen aus den Sattelziehen.
    Innerer Belag klemmt durch Feder gehalten im Bremssattel.
  • Alte und neue Beläge vergleichen.
  • Bremssattel mit Pinsel reinigen.
  • Bolzen und Belagrückseiten mit Cu-Paste / Antiquitschpaste von ATE einstreichen.
  • Inneren Belag gegen Federdruck in den Sattel einschieben,  äusseren Belag in den Sattel legen.Bremssattelvorne Kopie
  • Bohrungen ausrichten und Bolzen einstecken.
  • Bolzensicherung einlegen BremsbeleageVorne Kopie
    und mit Gewindesicherung Loctite mittelfest verschrauben.
  • Bremssattel über die Bremsscheibe schieben
    und mit Gabelholmen sicher verschrauben.
  • Achtung:
    Bremshebel mehrfach betätigen bis normaler Widerstand spürbar!
    Vorsichtige Probefahrt durchführen.

 

 


Bremsscheibe vorn ausbauen

Hierfür benötigt man kleine Holzbretter, Standardwerkzeug*, Schraubensicherung Loctite Achtung!
Bremshebel nicht betätigen, die Kolben können aus dem Bremssattel herausfallen.
Auszug aus dem Leo-Yourself  250 ohne Bilder!

  • Achsklemmschraube 14 lösen.
  • Achse 1 Abb. 1.12 mit einen Sechskantschlüssel gegen verdrehen halten und die Radmutter 11 lösen.
  • Der Leo steht auf dem Hauptständer!  Holzbretter unter die Karosse legen, bis das Vorderrad ca. 3-5 cm Luft über dem Boden hat.
  • Vorderrad mit Holz unterfüttern, damit die Achse 1 beim Ausbau entlastet ist.
  • Radmutter 11 abschrauben und die Achse 1 herausziehen.
  • Holzunterfütterung mit dem Rad zusammen herausnehmen.
  • Tachogetriebe von der Radnabe abziehen.
  • Schrauben 7 mit Ringschlüssel oder Knarre lösen und herausschrauben. Bremsscheibe abnehmen und Anlageflächen reinigen.BremsscheibeVorn
  • Bremsscheibe vorn Einbauen
  • Bremsscheibe auf die Nabe auflegen, Schrauben mit LOCTITE 270 bestreichen und einschrauben. Gegenüberliegende Schrauben im Wechsel mit Anziehdrehmoment 27 Nm festziehen.
  • Mit Hilfe der Holzunterfütterung das Rad zwischen die Gabelholme stellen.
  • Tachogetriebe 2 in die Nabe einlegen.
  • Achse 1 von der Klemmschraubenseite aufstecken.
  • Distanzstück 9 und die Scheibe 10 auf die Welle schieben.
  • Radmutter 11 mit Anziehdrehmoment 50 Nm festziehen. dabei die Achse 1 mit einem Sechskantschlüssel gegen Verdrehen halten.
  • Bremssattel über die Scheibe stecken und die Schrauben mit Anziehdrehmoment 27 Nm festziehen.
  • Mit angezogener Vorderradbremse die Gabel eintauchen.
    Verspannungen im Gabelholm werden dadurch vermieden.
  • Achsklemmschraube 14 (Abb. 1.11) mit Anziehdrehmoment nur 14 Nm festziehen!

 

Anmerkung: Nach 20 tkm musste ich meine vordere Bremsscheibe wechseln. Sie war nicht  nur verschlissen , die Scheibenoberfläche hat 4 umlaufende ca. 0,3 mm harte, schwarze Einschlüsse. Hier kann der Belag nicht reiben ( Bremsen) . Bremsleistung im Stadtverkehr noch in Ordnung.

Meine Erklärung: Sintermetallbeläge ( bei Lucas SR) vertragen sich mit der org. Aprilia- Bremsscheibe nicht. Der Verschleiss ist mit SR-Belägen erheblich stärker. Die Bremsleistung nicht besser. Die Standzeit von SR-Belägen ist ca. 30% grösser.

Lösung: Neue Bremsscheibe von Lukas mit Standardbremsbelägen ( MCB 557).

Erfahrung: Nach 200 km Stadtverkehr viel bessere Bremsleistung. Ich muss jetzt vorsichtig am Bremshebel ziehen.
Kleines Manko der Lukas-Bremsscheibe, die Löcher in der Bremsscheibe rauschen auch beim Verzögern in der Stadt, welches man sonst, bei der Apriliascheibe nur bei starken Verzögern aus hohen Geschwindigkeiten  vernahm. Doch mit dem Einschleifen der Scheibe wird das weniger. Nach 1000 km rauscht es immer noch, aber bremst gut. Nach 3000 km kein Rauschen mehr.


Bremsbackenfeder hinten wechseln ohne Ausbau des BremssattelsBremssattelfederHinten02

Es kommt der Tag und ein feines Klappern dring zu unsern Ohren, besonders gut zu hören bei Kurvenfahrten. Zieht man die hintere Bremse, wird es stille. Die Feder ist hin oder falsch herum eingebaut.

Normalerweise muss der Sattel ausgebaut werden. Mit etwas Überlegung und Geschick geht es auch ohne Ausbau des Bremssattels, des Drumherum und Spart viel Zeit. Hier die Lösung.

Federwechsel: Bestell-Nr.8113871 Preis 5,75

  • Bremshebel anziehen und mit Tape fixieren.
  • Mit dem Haken Sprengring entfernen
  • Bolzen aus dem Sattel herausziehen und Feder entfernen.
  • Neuen Bolzen mit Cu-Paste dünn bestreichen.
  • Feder einlegen und Bolzen bis zu Feder einschieben.
  • Mit einem Schraubendreher Feder herunter drücken und Bolzen
    durch die Bohrungen schieben. Die Feder ist sehr stramm!BressattelsprengringHaken
  • Gewalt verbiegt die Feder, nur Geduld hilft!
  • Sprengring mit Hilfe einer Pinzette und Schraubendreher einbauen
    und auf sichern Sitz prüfen.
  • Tape vom Bremshebel entfernen.

 


 

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